Wer bin ich?

Seit 2017 bin ich alleinerziehende Mami von zwei wundervollen Söhnen im Volksschul- und Mittelschulalter. Zu dritt machen wir eine kleine niederösterreichische Gemeinde zu einem schöneren Ort. 😉 

 

2020 habe ich den Abschluss zur Dipl. Lebens- und Sozialberaterin gemacht. Doch im sozialen Bereich bin ich, ua. als Betreuerin für Menschen mit Behinderung oder psychischen Beeinträchtigungen, bereits seit über einem Jahrzehnt tätig.

Eine Stütze zu sein, ob durch Zuhören oder Anpacken, das ist meine Berufung.

 

Mit einer dramatischen Wendung in meinem Leben entschied ich all das Erlebte aufzuschreiben und verarbeitete es später in meinem Debütroman „Ein Bruchteil meines Herzens“.  Nun füllte ich nicht nur meine Tagebücher mit Worten, sondern ließ sie zu einer Geschichte verschmelzen.

In meinem letzten Buch klagte meine Protagonistin Gott an, was dann geschah, ist einfach unglaublich: Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt, umgedreht und wieder aufgerichtet – nur diesmal auf das massivste Fundamt überhaupt!

Mehr dazu könnt ihr in meinem Zeugnis lesen.

 

Veröffentlichungen:

Oktober 2021 – Auf Zehenspitzen am Abgrund entlang (Roman)

September 2021 - Die Hüter der guten Träume (Kinderbuch & Familienprojekt)

August 2020 - Der Duft von lila Lilien (Roman)

September 2019 - Ein Bruchteil meines Herzens (Roman)

 

 

Weiterbildung:

personenzentrierte Zukunftsplanung

Gender Mainstreaming und Diversity Management

Krise als Chance

Kreativ Schreiben

 


Mein Zeugnis

Mein Zeugnis – oder wie ich gerettet wurde

 

2017 war ich von einem Tag auf den anderen alleinerziehend. Wut, Trauer und tiefe Verletztheit kratzen an meinem Herzen. Doch wohin mit all dem Zorn und dem Schmerz, wenn zwei kleine Kinder noch mehr litten – der Alltag bewältigt werden musste. Sie brauchten eine starke Mama. Keine Zeit schwach zu sein!

Noch bis vor einem Jahr dachte ich, dass ich dieses Trauma gut überwunden hatte. Doch mit der Zeit musste ich feststellen, wie sich Verbitterung in mir ausbreitete: Als hätte man Teer über ein Gemälde geschüttet.

Ich hatte unglaubliche Sehnsucht, allein zu sein und zeitgleich war da eine Einsamkeit, die mich innerlich fast verrecken ließ. Lachen, das ich lachte, spürte ich nicht mehr. Ein Leben, das nur noch verlebt wurde.

Schreiben half – ein wenig. Irgendwo mussten ja all diese unangenehmen Emotionen abgeladen werden.

In meinem letzten Buch kam ich dann sozusagen zum ultimativen »Höhepunkt«. Ich klagte Gott an. Wie kann er allmächtig & GUT sein, bei all dem Leid auf dieser Welt. Ist er ein Sadist? Doch beim Korrekturlesen weinte ich immer wieder bittere Tränen. So darf Gott nicht sein! So kann Gott nicht sein! Und so begann ich zu recherchieren: Warum folgen Christen ihm? Wie kommen sie zu der Überzeugung, dass er gut und gerecht ist? Ich sog jeden Vortrag von Johannes Hartl auf, las Zeile für Zeile über Berichte von Heilung, Rettung, Bekehrungen, begann Worship-Songs zu hören und „The Chosen“ zu schauen. Nach und nach verstand ich.

Gott liebt mich so wahrhaftig, dass er mir den freien Willen und die Entscheidungsfähigkeit lässt. Und ich entschied mich unglaublich oft für das Falsche und für die Sünde.

Da war sie die Erkenntnis. Gott ist gut. Gott liebt mich.

ICH hatte falsche Entscheidungen getroffen – immer wieder. So wie viele andere Menschen auch auf der Welt. Und nicht nur deren, sondern auch meine Entscheidungen hatten unangenehme Konsequenzen.

Die Erkenntnis, ein sündiger Mensch zu sein, schoss mir durch Mark und Bein. Aber da war Jesus!

Im Herbst 2021 wandte ich mich in einem meiner ersten Gebete an Ihn. Sünde für Sünde legte ich Ihm vor die Füße und reichte Ihm zum Schluss mein Herz. Als wäre es gestern gewesen, sehe ich es noch vor mir: zwei Hände, die mein pochendes Herz halten. Und meine Hände bereit zu empfangen.

Ich hörte es nicht, aber tief in mir spürte ich das unmissverständliche Versprechen, dass Jesus auf mein Herz aufpasst, ich nicht allein bin und niemals allein sein werde. Jetzt werden meine Kinder von Gott beschützt, ich muss keine Entscheidung mehr allein treffen und in dunklen und hellen Zeiten habe ich Jesus, der mit mir geht. Obwohl ich Ihn angeklagt hatte, lehnte Er mich nicht ab.

Aber, als wäre dieses unbeschreibliche Versprechen und die Vergebung, nicht Geschenk genug, fühlte ich tiefen Frieden mit der Vergangenheit. Jetzt bin ich hier, wo ich hingehöre. Ich bin angekommen!

Fühlte ich mich früher erhaben, nicht an Gott zu glauben, schließlich war das, doch das einzig Vernünftige – weiß ich jetzt, das einzig »Vernünftige« ist Hoffnung durch Jesus Christus zu haben.

Vor einiger Zeit schaute ich bei meinen Eltern ein Video aus meinen Kindertagen an. Darin war ich ungefähr vier Jahre alt. Ich tanzte, sang und jauchzte ohne Scham. Ich erfreute mich am Leben, und ich strahlte eine Selbstsicherheit aus. Eine Sicherheit gewollt, geliebt zu sein und hier auf dieser Welt eine Bereicherung zu sein. Kein Zufallsprodukt. Sondern geplant!

Wann und wohin war diese Stephanie verschwunden? Lange begleitete mich dieses Bild von mir selbst. Dieses selbstsichere junge Mädchen ließ mich nicht los. Aber wiederfinden musste ich sie nicht.

Ich bin noch da! Ich bin die gleiche Stephanie – nur ein bisschen älter.

Und seit ich zu Jesus fand, merke ich, wie dieses lebensfrohe Mädchen immer öfter auftaucht und Luft holt. Die Stephanie, die über ihr Dasein jubelt, die weiß, dass auch andere über ihr Dasein jubeln können. Die weiß, dass Gott über ihr Dasein jubelt.

Tag für Tag erfreue ich mich mehr, an der Schönheit Gottes. Wie durch die Kinderaugen staune ich über jeden Sonnenaufgang, jeden Regentropfen und jeden Grashüpfer, der sich in unser Haus verirrt.

Und ich tanze und singe vor Glück, denn auch ich bin ein Teil dieser wunderbaren Schöpfung.

Ich bin eine Königstochter!

 

Psalm 18:3 »Der HERR ist mein Fels, meine Festung und mein Erretter, mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe.«