Versäume nicht das Wichtigste, faste!

An alle alleinerziehenden Mamas und Frauen, die große Lasten tragen müssen

 

Kennt ihr die Gebete, in denen ihr Gott bittet, ihm näher kommen zu können - ihn regelrecht anfleht, dass er euch näher zieht, fest in seine Arme schließt und nicht mehr loslässt?!

Ich kenne diese Gebete zu gut. 

Denn meine Nähe und Distanz zu Gott wechseln sich leider immer wieder ab. Aber nicht, weil ich das will oder weil Gott sich von mir entfernt – da bin ich mir ziemlich sicher. Sondern weil Ablenkungen mich regelmäßig glauben lassen, dass alles andere wichtiger wäre als der Moment im Hier und Jetzt. Weil Ablenkungen manchmal so scheinen, als würde ich etwas verpassen, wenn ich mich ihnen nicht sofort widme. Vor allem Gedanken sind die wahren Ablenkungskünstler, wenn man über die Vergangenheit grübelt – oder sich viel mehr um die Zukunft sorgt.

Kaum bin ich auf das Floß der Ablenkung gesprungen, treibt es mich von der kraftvollen sattgrünen Insel davon. Mit jeder Welle schwemmt es mich weiter raus aufs offene Meer. Ohne Ruder scheint es ausweglos sich wieder der Insel zu nähern.

 

Eigentlich ist der Alltag als alleinerziehende Mama gut gefüllt. Auszeiten, in denen ich nur für mich sein kann, sind wirklich rar. Aber anstatt die kleinen Freiräume zu genießen und anzukommen – mal einfach nur zu sein und nicht zu tun, ertappe ich mich immer wieder beim Herumscrollen am Smartphone. Ja, der kurze Kick beim Lachen über ein lustiges Katzenvideo ist ganz nett. Aber dann? Es ist nichts, was bleibt. Nichts, was sättigt. Nichts, was mich zu der ruhigen und saftig grünen Insel führt. 

Selbst wenn ich es mal schaffe, mich endlich hinzusetzen – ganz bewusst auf meinem Lehnstuhl, und versuche im Jetzt zu sein, läutet es urplötzlich an der Haustür, das Handy klingelt oder mir fällt ein, dass ich die Jause für den nächsten Tag noch nicht gerichtet hab. Und zack war’s das mit dem Moment. Oft genug falle ich danach spät abends ins Bett, während mir im Halbschlaf einfällt, dass ich wieder auf das verzichtet habe, wonach ich mich am meisten sehne: Zeit mit Jesus. 

Kennst du das auch? Warum ist da so? 

Weil die Zeit des Gebets umfochten ist. Gott ist hier - im Jetzt. In diesem Moment ist er da und wenn wir auch da sind, können wir von allem schöpfen, was Jesus uns verheißen hat. Ruhe in ihm zu finden, Kraft durch ihn zu schöpfen. Klar, dass da „jemand“ gar keine Lust darauf hat und alles dafür in Bewegung setzt, um dieser heiligen Zeit in die Quere zu kommen. 😉  

 

Doch ich will diese heilige Zeit - unbedingt! 

Ich will wie Maria vor Jesus Füßen sitzen und nur ihn anschauen. Zur Ruhe kommen, lernen und Kraft schöpfen in seiner Gegenwart. 

So wie Marta, die ständig in Bewegung ist, aber das Wichtigste völlig aus den Augen verliert, nein … so möchte ich nicht mehr sein. 

 

Vielleicht will Gott uns durch die Fastenzeit die Möglichkeit schenken uns genau dort hinführen – zu seinen Füßen. Zu der saftig grünen Insel - oder wie David in Psalm 23 schreibt: auf grünen Auen weiden.

Es muss nicht das Essen sein, worauf wir verzichtest. Sondern genau das, was uns am meisten anzieht. Das, was unseren Alltag bestimmt. Das, was wir vielleicht über Gott stellen. Darauf zu verzichten kann auch bedeuten, Gott wieder den Platz einzuräumen, der ihn gebührt. So kann wieder Ordnung in unser Leben kommen und sich Platz für Neues ergeben. Denn Gott wird die Zeit, die wir ihm widmen, nicht unbelohnt lassen. 

Wir haben eine Beziehung zu Gott. Ja, wir wollen eine Beziehung mit Gott. Doch wie sieht eine Beziehung aus, in der ein Partner immer abwesend und ständig vor dem Handy gammelt?! Wie sieht eine Beziehung aus, in der alles andere wichtiger ist als das Gespräch miteinander und gegenseitiges Betrachten?!

Versteh mich nicht falsch, Gott ist in solchen Zeiten immer noch bei uns. Er lässt uns nicht im Stich. Dank Jesus haben wir hier absolute Gewissheit. Aber er braucht unsere Anwesenheit, unsere Liebe nicht. Er wünscht sie sich. 

Wir brauchen ihn. Wir brauchen seine Gegenwart, Annahme und Liebe. Wir schaden uns damit selbst, wenn wir anderes über ihn stellen. Sei es Smartphones, Arbeit oder so vieles, was sich uns täglich anbietet.

Wem möchtest du mehr Platz einräumen in deinem Leben? Deinem Laptop, der nächsten Netflix-Serie oder Gott, der mit offenen Armen auf dich wartet und das füllen will, was niemand anderer füllen kann. 

 

Gottes Einladung zum Verzicht werde ich ab Aschermittwoch mit Freude annehmen und gespannt sein, was er in dieser Zeit mit mir vorhat. 

Und wenn dann die leise Flüsterstimme kommt „Ach, ein paar Minuten YouTube ist schon nicht so schlimm“, dann werde ich meine Bibel schnappen und in Matthäus lesen. Und ich werde die Flüsterstimme in den Versen wiedererkennen und sehen, wie Jesus ihr den Gar ausgemacht hat. Denn wir sind den Wellen, die uns davontragen, nicht ausgeliefert. 

Wir haben ein „Ruder“: Das Wort Gottes.

 

Mach Platz für Gott und erfahre seine Gnade und Güte neu. 

 

📖 Zum Nachlesen:

Mt. 4, 1-11 (Versuchung)

Eph. 6, 17 (Waffenrüstung Gottes)

Lk. 10, 38-41 (Maria und Marta)

 

 

Du kämpfst mit Glaubenslügen oder glaubst, dass Gott dich nicht sieht.

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Ich wünsche dir Gottes Segen und eine bereichernde Fastenzeit. ❤️

 

➡️Zur Ermutigung kannst du hier auch gleich den Fasten-/Verzichtskalender downloaden.

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